Die 7 größten Fehler bei der Umsetzung der Digitalisierung in den Schulen

Lesezeit: 13 Minuten

Da kann man sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen, wenn Schulen versuchen die Digitalisierung umzusetzen. „Wenn wir jetzt nicht auf der Welle der Digitalisierung mitschwimmen, ist unsere Schule nicht mehr auf der Höhe der Zeit“, erzählte mir ein Schulrektor stolz und erwähnte, dass sie jetzt Tablets angeschafft haben. „Tolle Geräte! So handlich, leicht und bunt. Und wir haben sogar unseren EDV-Raum in einen Tablet-Raum umgewandelt“, ließ er verlautbaren.

Bereits nach diesen zwei Minuten des Austauschs wußte ich, die Digitalisierung wird an dieser Schule nicht funktionieren.

Das Verständnis der Schulen für Mobilität, Netzwerken und neuem Denken liegt quasi bei Null. Da ist kein Platz für Neugierde, Fantasie, Kreativität, Wissbegierigkeit oder Hinzulernen zu wollen. Wie eine tote Materie schmiegt sich die Digitalisierung in das Schulleben: unaufgeregt, daliegend und beachtet als wäre sie ein Schulbuch. Auf die Frage, wie viele Geräte denn angeschafft wurden, hieß es „50 Tablets. Mehr waren nicht möglich. Das sind aber doppelt so viele, wie PCs in unserem EDV-Raum. Durch die Platzersparnis können weitaus mehr Schüler gleichzeitig mit den Tablets arbeiten als bisher“, fuhr er fort. Da musste ich schon zweimal hinhören, um sicher zu sein, mich nicht verhört zu haben.

Das ganze Dilemma deutscher Schulbildung wird durch die Digitalisierung sichtbar. Vermutlich ist es das, was Schulen ängstigt, möglichst lange mit der Einführung zu warten, um sich nicht die Finger zu verbrennen. Das ist aber meines Erachtens genauso falsch, wie der Versuch, die Digitalisierung als „statisches Etwas“ einzuführen.

Viele Schulen haben noch nicht verstanden, dass die Digitalisierung tiefgreifende Veränderungen in unserer Gesellschaft bedeuten. Zahlreiche Berufe wird es in wenigen Jahren nicht mehr geben. Es werden neue, gänzlich andere Jobs entstehen. Die Chancen, die die Digitalisierung mit sich bringt, wurden von Schulen bisher nicht erkannt. Lehr- und Lernmethoden müssen sich sehr zügig ändern, um die heranwachsenden Generationen fit für die Zukunft zu machen. Dazu bedarf es auch des Willens der Lehrkräfte, sich tatsächlich Unterrichtsinhalte selbst erarbeiten zu wollen und nicht zu warten bis irgendjemand dies für sie tut. Konkret bedeutet das weg vom Anwenden der Kopiervorlagen durch die Schulbuchverlage. Das mag eine darauf konditionierte Lehrkraft schmerzen, doch sollte sie sich eher Gedanken darüber machen, ob ihre Tätigkeit nicht künftig obsolet werden könnte und eine Versetzung an eine weniger attraktive Schule fürchten müsse, wenn sie glaubt ihr Muster der letzten 20 Jahre bis zur Rente durchzuziehen.

Auf welche Dinge haben Schulen zu achten, um die Digitalisierung nah an der Realität auszuüben?
Schulen sollten folgende Fehler vermeiden:
1.
Wer aus dem Kollegium übernimmt das Tablet-Management?

Traditionell kennt unser Bildungssystem nur eins: „Suche immer in den eigenen Reihen nach Fachleuten, auch dann, wenn es sie nicht gibt. Notfalls überredest du eine Lehrkraft.“

Was ein wenig überspitzt dargestellt ist, ist traurige Realität. Das deutsche Bildungssystem führt, so ist meine Erfahrung, einen bewussten Protektionismus, um sich möglichts wenig in die Karten schauen zu lassen. Argumentativ führt man Einsparpotentiale zusätzlicher Personalkosten an. Die Praxis aber zeigt, dass mehr Schaden angerichtet wird. Man könnte auch von einer „Verschlimmbesserung“ sprechen. Natürlich mag es an Schulen vereinzelt fähige Lehrkräfte geben, die tatsächlich das Beherrschen, was zusächtlich gesucht wird. Hinter vorgehaltener Hand bestätigt man mir immer wieder, dass Lehrkräfte es satt haben, ständig den Sündenbock zu spielen und fachfremde Arbeiten ausführen sollen, die letztlich sowieso nicht funktionieren.

Mein Tipp: Schulen brauchen grundsätzlich fachmännische Beratung. Vielleicht ist ja ein Multiplikator zur Hand, der mehrere Schulen professionell betreuen kann. Das spart Zeit und Geld.

2.
Hauptsache wir haben Internet!

EDV-Räume an Schulen hatten ihre Hochzeit bis ins Jahr 2008. Seit dem Jahr 2007 wurde mit der Einführung des iPhone 3G von Apple eine neue Mobilität ausgerufen. Diese wurde durch die Einführung des ersten iPads im Jahr 2010 zunehmend beschleunigt. Spätestens im Jahr 2012, mit der Präsentation des iPhone 5, war zu erkennen, die Zukunft liegt in der Mobilität und danach werden sich alle weiteren Entwicklungen richten.

Mit jedem Jahr wuchs der Anspruch der Anwender nach schnelleren Internetzugängen. Während die Städte sehr zügig in diesen Genuss kamen, wurde der ländliche Raum vernachlässigt. Darunter leiden bis heute die dort ansässigen Schulen. Obwohl sie mit einer langsamen Internetverbindung zu kämpfen haben, entscheiden sie sich dennoch für einen Digitalunterricht. Das ist aus meiner Sicht gefährlich und wirkt kontraproduktiv.

Natürlich ist es schätzenswert zu zeigen „auch wir können Internet“, nur ist bitte zu berücksichtigen, dass in Sachen Internetmobilität ein stabiler und schneller Internetzugang die wichtigste Voraussetzung ist, um die Digitalisierung erfolgreich meistern zu können.
Unter 50 Mbit/s brutto sollte keine Schule ernsthaft mit der Digitalisierung beginnen. Im Schnitt werden aus dieser Leitungsgeschwindigkeit 35 Mbit/s im Download gezogen. Das ist derzeit genug, um eine Schule mit 300 Schulkindern täglich mit Tablets arbeiten zu lassen. Es sei angemerkt, dass alle Tablets nicht zeitgleich auf das Internet zugreifen, sondern zeitversetzt.

Mein Tipp: Prüfen Sie die Internetversorgung durch Ihre Anbieter vor Ort; sowohl mit Fesnetz-DSL, Funk-DSL und Kabel. Auch der LTE-Einsatz über Mobiltelefone könnte temporär eine Alternative darstellen. Sind keine Hochgeschwindigkeitsleitungen verfügbar, ist die Bündelung durch mehrere schwächere zu prüfen bzw. eine Leitung ausschließlich für die Verwendung der Tablets bereitzustellen.

3.
Das ist unser neuer Tablet-Raum

Da sollte man bei Schulen schon ein zweites Mal nachfragen, ob mit einem „Tablet-Raum“ die Räumlichkeit gemeint ist, die beispielsweise Tablets sicher und verwaltungstechnisch aufbewahrt oder aber ein ehemaliger EDV-Raum gemeint ist, in dem die Schulkinder mit mobilen Einheiten unterrichtet werden sollen.
Jedem sollte inzwischen klar sein, dass man mit einem Tablet keinen eigenständigen EDV-Raum mehr benötigt. Tablets sind, neben einem Smartphone, der Inbegriff für Mobilität. Das bedeutet, dass Schulen über ein funktionierendes WLAN im gesamten Schulgebäude verfügen müssen. Ideal wäre eine stationäre Netzwerkverkabelung bis ins Klassenzimmer, um von dort aus Zugriff auf das Internet über ein lokales WLAN zu bekommen. Natürlich ist auch die Stationierung eines mobilen Zugriffpunkts in den Gängen einer Schule möglich, um mehrere Klassenzimmer zu versorgen. Grundsätzlich gilt, je kürzer die Entfernung des Tablets zum WLAN, desto stabiler die Verbindung.

Mein Tipp: Das gesamte Schulgebäude flächendeckend mit WLANs ausstatten. Die Höhe der Investionskosten zur Realisierung mobiler Zugangspunkte wird sich hauptsächlich daran bemessen, ob bereits verlegte Netzwerkkabel eine gute Infrastruktur in der Schule aufweisen oder nicht. Fehlen diese, so ist zu prüfen, ob eine Infrastruktur über das lokale Stromnetz eine Alternative darstellen könnte. Vorteilhaft daran ist die Datenübertragung über bestehende Stromleitungen.

4.
Digitalisierung funktioniert nur mit iPads

Nicht wenige Schulen verbinden mit der Digitalisierung den Einsatz von iPads, obwohl sie offiziell in ihrem Curriculum von Tablets sprechen. iPads von Apple sind zweifelsfrei sehr gute und stabile Geräte. In den letzten Jahren haben zahlreiche Anbieter in diesem Segment aufgeholt. Selbst Apple-Produkte werden in China produziert und montiert. Der Qualitätsvorsprung von Apple sinkt mit jedem Jahr. Sie bekommen heute sehr gute Tablets mit Android als Betriebssystem, die neben einem 10-Kern-Prozessor, bis zu 256 GB erweiterbarem Speicher, LTE und eine Bildschirmauflösung von 2560 x 1600 Pixel aufweisen für ca. 320 €. Ein vergleichbares iPad mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln, Cellular und 128 GB nicht erweiterbarem Speicher kostet etwa 560 €.

In meinen Tablet-Tests sind nach wie vor die Kameras eines iPads, sowohl für Foto- und Videoaufnahmen, besser als vergleichbare Noname-Produkte. Auch die kostenlose iMovie Software von Apple ist sehr gelungen. Andererseits sehe ich, wie der Vorsprung von Apple schwindet. Dazu muss sich eine Schule fragen, ob sich der erhöhte Kostenfaktor von gut 240 € pro Gerät wirklich rechnet? Bei 100 Geräten fallen satte Mehrkosten von 24.000 € an. Geld, das Schulen gut in die digitale Infrastruktur fließen lassen können.

Mein Tipp: Der Schwerpunkt des Einsatzes eines Tablets im Schulunterricht wird sich nicht überwiegend an der Kamera- und Videoschnittfunktion festmachen lassen. Wichtig sind Applikationen für das Texteschreiben, Kalkulieren und Präsentieren. iPads haben als Beigabe Pages, Numbers und Keynote. Microsoft deckt dies mit Word, Excel und Powerpoint ab. Für den Tableteinsatz sind die Geschwindigkeit, Bildschirmschärfe/-klarheit (Pixelauflösung) und Browserkompatibilität von Bedeutung. Applikationen für den Schulunterricht gibt es für beide Betriebssysteme fast identisch. Derzeit überwiegt die gute Sicherheitsfunktion (Schutz gegen Malware) des Applikationseinsatzes bei Apple. Google hat sich mit seinem neuen Schutzprogramm im PlayStore deutlich verbessert.

5.
Die Krux des eigenen Schulservers

Schulen leiden meines Erachtens unter einem Verwaltungswahn. Nicht nur das man alles dokumentieren will, nun soll auch das Tablet in diesen Kreis einbezogen werden. Gewöhnlich sind Schulen an das Netz eines Bundeslandes angeschlossen und verfügen stellenweise über einen eigenen lokalen Schulserver. Die Strukturen sind sehr unterschiedlich angelegt.
Da man jetzt stolzer Besitzer vieler Tablets geworden ist, müssen diese auch mit Software bestückt werden - also mit Apps.
Ein Tablet ohne Apps ist für eine Lehrkraft wie ein Lehrbuch ohne Kopiervorlagen. Digitaler Unterricht findet in ihren Vorstellungen überwiegend nur mit Apps statt. Somit soll sicher gestellt werden, dass alle Schulkinder die gleiche App im Unterricht benutzen (analog dem Verständnis eines Arbeitsblatts). Dazu argumentieren sie, dass das zentrale Aufspielen dieser kleinen Softwareteile über den Schulserver fix geht und den großen Vorteil hat, dass die Schulkinder kontrollierbar sind. Eigentlich so wie in den EDV-Räumen früher auch. Getreu dem Motto „Eine Lehrkraft, die nicht jeden Schritt kontrolliert, ist nur eine halbe Lehrkraft“.

Natürlich erlaube ich mir an dieser Stelle erneut zu überspitzen, doch schwingt bei Lehrkräften immer die Kontrollwut mit. Diese sehe ich als sehr hinderlich für die Verwirklichung des digitalen Lernens an. Ein Schulserver hat natürlich einige Vorteile, wenn man wie beschrieben verfahren möchte. Dies bedeutet aber auch mindestens eine fähige Person, die sich mit Netzwerktechnologien auskennt. Das Verständnis des Aufspielens einer Software auf einen Server reicht dazu nicht aus. Solange ein System fehlerfrei arbeitet, geht es der Schule gut. Doch wehe es funktioniert nicht wie gewohnt oder der zuständige Lehrer, der sich der Verwaltung angenommen hat, ist nicht verfügbar. Dann bricht ein ganzes Lernsystem zusammen und wertvolle Unterrichtszeit geht verloren, manchmal über Wochen. Das eigene Fehlverhalten wird dann gerne auf eine Panne an anderer Stelle verlagert.

Mein Tipp: Es klingt zunächst verständlich, wenn eine Schule den Wunsch hat 200 Tablets möglichst einfach zu administrieren. In der Praxis kann man sich die Arbeit und Kosten sparen, wenn man auf Onlinedienste zurückgreift, die einem die Projektarbeit ermöglichen. Das Tablet ist lediglich ein Werkzeug, ein Gerät, das einem den digitalen Umgang erleichtern soll. Schulen, die beispielsweise über ein eigenes soziales Schulnetzwerk verfügen und Lernmodule implantieren können, sehe ich als besser gerüstet an. Eine Applikation alleine hat keinen dauerhaften Nutzen, weil die digitale Entwicklung viel zu schnell voranschreitet. Dazu sollte die Netzwerksicherheit an erster Stelle stehen und mit der Schnittstelle zum Internetzugang beginnen und nicht erst mit einem Schulserver dahinter. Die digitale Entwicklung sieht in der eigenen Serveradministration für Bildungseinrichtungen keine Zukunft, weil es schlichtweg zu teuer, unflexibel und anfällig ist. Zudem verfügen viele kleine „Lehreradministratoren“ nicht über das Sicherheitswissen, das notwendig wäre, um wirklichen Schutz zu gewährleisten. Hinzu kommt das fehlende Verständnis für die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung.

6.
Monotonie tötet Kreativität

Gerade die Digitalisierung kann den Lehrkräften neue Lernmethoden eröffnen und andere Unterrichtswerkzeuge ausprobieren lassen, um für sich neue Welten zu entdecken. Sie brauchen sich überhaupt nicht unsicher zu fühlen, weil das Fehlermachen wichtig ist, um daraus zu lernen. Am Anfang mag es schick sein mit Tablets zu arbeiten. Diese Stimmung kann aber schnell umschlagen, wenn die Lehrkraft nicht versteht, das Tablet als natürlichen Gebrauchsgegenstand in den Schulalltag zu integrieren. Obiger Rektor sprach stolz von seiner Jahresplanung, wann welche Klasse am iPad-Unterricht teilnehmen darf. Solch eine Planung wird genau das Gegenteil bewirken, was diese Schule sich eigentlich wünschen dürfte.

Bedauerlicherweise wissen viele Lehrkräfte mit einem Tablet noch weniger anzufangen, als mit einem Smartphone. Wirkliche Unterschiede und warum sie entwickelt wurden, sind ihnen nicht bekannt. Sie erkennen den Nutzen weder im Alltag, noch wünschen sie eine Schulung. Stellenweise verweigern sie den Einsatz mit Überzeugung. Das macht die Verwendung von Tablets in Schulen schwierig. Das erinnert mich an Douglas Adams, der vor gut 20 Jahren folgendes Regelwerk aufstellte:

  1. Alles, was es schon gab, als du geboren wurdest, ist ganz normal.
  2. Alles, was bis zu deinem 30. Lebensjahr erfunden wird, ist unglaublich aufregend und mit etwas Glück kannst du deine Karriere darauf aufbauen.
  3. Alles, was danach erfunden wird, widerspricht der natürlichen Ordnung und bedeutet das Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen - bis sich nach etwa zehn Jahren allmählich herausstellt, dass es eigentlich doch ganz in Ordnung ist.

Schulen scheinen darin Meister zu sein. Kaum treffender könnte es man formulieren. Und dennoch werden sie sich bewegen müssen. Der Druck wird immens steigen. Die aktuelle politische Diskussion über die finanzielle Direktunterstützung der Schulen durch die Bundesregierung wird als Affront der Einmischung in die Bildungshoheit der Länder gesehen. Misslingt die Einigung, ist der Schaden für das deutsche Bildungssystem nicht absehbar.

Mein Tipp: Lehrkräfte sollten sich breit aufstellen und mit Tablets der Betriebssysteme iOS und Android arbeiten. Der Schwerpunkt ihres Wirkens sollte browserbasiert erfolgen und unterschiedliche Lernplattform berücksichtigen und die Digitalisierung nicht im Administrieren von Geräten verstehen. Zudem wird gerne vergessen, dass das Androidsystem deutlich verbreiteter ist und einen Marktanteil von über 80% aufweist. Viele Teile der Bevölkerung können sich Apple-Produkte nicht leisten. Die Mischung machts 🙂

7.
Wieso sind die Tablets nicht aufgeladen?

Eine zentralisitische Verwaltung von Tablets führt zur Stigmatisierung und zum Verantwortungsverdruss der Personen, die als Verantwortliche in einer Schule bestimmt wurden. Zeigte man zu Beginn noch Verständnis für Anfangsschwierigkeiten, schlägt die Stimmung bei immer wieder auftretenden Problemen um und spielt den Kritikern der Digitalisierung in die Hände.

Grundsätzlich gilt: Wer mit Tablets arbeitet, ist für diese auch verantwortlich.

Wie sollen Schulkinder lernen Verantwortung zu übernehmen, wenn ihre Vorbilder sich dieser entziehen und gerne anderen Dingen die Schuld geben? Ja, ein Lehrer muss wissen wie Tablets funktionieren, d. h. unter anderem Applikationen aufspielen, Aktualisierungen durchführen und erfahren wie verschiedene Betriebssysteme arbeiten. Tablets müssen deshalb im Klassenzimmer deponiert werden, spontan verfügbar und einsatzbereit sein.

Mein Tipp: Ein verschlusssicherer Schrank auf Rollen mit integrierter Ladeinheit, guter Durchlüftung und ausgestattetem WLAN hilft, Tablets ohne große Zeitverzögerung sofort einsatzbereit zu haben. Klassenräume, die im gleichen Gang liegen, können sich auf diese Art und Weise anfangs unterstützen. Die Entwicklung des digitalen Unterrichts wird mittelfristig den BYOD (Bring Your Own Device) im Fokus haben, weil Schulen weder die Zeit haben, noch auf Dauer die Kosten in der Geräteanschaffung, -wartung und aktualisierung werden tragen können. Das derzeitige Phänomen in der Anschaffung von Geräten in den Schulen wird nach wenigen Jahren bedeutungslos sein. Entscheidend ist der stabile und schnelle Zugang zum Internet von überall und zu jeder Zeit.


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Thorsten Wollenhöfer

Autor bei EDUNETZ.org
Datenschutzbeauftragter im Bildungswesen
Betrieblicher Ausbilder (IHK)
Lehrkräftefortbilder (HLbG)
Zertifizierter Multiplikator für Elternschulungen des Hessischen Kultusministeriums
Bau sozialer Bildungsnetzwerke nach Maßgabe der DSGVO (GDPR)
Lebte von 2015-2018 in Rio de Janeiro und nahm internationale Bildungsaufgaben wahr
Sprachen: Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Französisch
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Ka Rin A
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Auch die Digitalisierung darf die Lehrer nicht davon entbinden, den Kindern zunächst lesen, schreiben und rechnen beizubringen, da das menschliche Gehirn nun mal nicht digital funktioniert. Der größte Irrtum liegt nach meiner Erfahrung in dem Glauben, dass sich nur mit dem Einsatz von Computern Dinge, wie zb das Einmaleins und handschriftlich Texte zu Papier zu bringen erübrigen. Computer sind – wie der Text schon aussagt – ein Werkzeug und „Informatik“ als Unterricht sieht heute häufig so aus, als ob Blinde Einäugigen etwas beibringen möchten. Die meisten Schüler sind mit den mobilen devices wesentlich fitter, als ein Großteil der Lehrer.

Bir Git
Gast

Am allerwichtigsten wäre es, die vielen maroden Schulen zu sanieren, genügend Lehrer einzustellen, damit nicht mehr so viel Unterricht ausfällt, den Kindern neben lesen, schreiben und rechnen auch noch Respekt und vor allem Kameradschaft beizubringen. Danach kann über eine Digitalisierung in den Schulen nachgedacht werden, denn die meisten Kinder sitzen eh schon viel zu lange vorm PC oder Tablet und schauen nur noch aufs Handy.